bAV für wen lohnt es sich? | Praxisratgeber zur bAVbAV: Für wen lohnt sich die betriebliche Altersvorsorge wirklich?

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Das Wichtigste in Kürze
- Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) ermöglicht Arbeitnehmern, über den Arbeitgeber zusätzlich für das Alter vorzusorgen.
- Beiträge können innerhalb der gesetzlichen Grenzen steuer- und teilweise sozialabgabenbegünstigt aus dem Bruttogehalt gezahlt werden.
- Arbeitgeber beteiligen sich je nach Gestaltung durch einen gesetzlichen oder freiwilligen Arbeitgeberzuschuss – teilweise auch deutlich darüber hinaus.
- Ob sich eine bAV wirklich lohnt, hängt aber nicht allein von der Steuerersparnis ab. Arbeitgeberzuschuss, Kosten, Anlagekonzept, Vertragsbedingungen, Laufzeit und die persönliche Situation sind mindestens genauso wichtig.
- Die spätere Leistung muss ebenfalls betrachtet werden: Leistungen aus der bAV sind grundsätzlich steuerlich zu berücksichtigen und können bei gesetzlich Krankenversicherten auch Auswirkungen auf Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge haben.
- Deshalb sollte eine bAV nicht isoliert anhand der heutigen Nettoersparnis bewertet werden, sondern über die gesamte Laufzeit.
- Bereits bestehende bAV-Verträge sollten regelmäßig überprüft werden. Nicht jeder alte Vertrag ist automatisch schlecht – aber auch nicht automatisch optimal.
Überblick: bAV für wen lohnt es sich?
1. Eine bAV kann besonders interessant sein, wenn sich der Arbeitgeber an der Altersvorsorge beteiligt und dadurch zusätzliches Kapital für den Arbeitnehmer investiert wird.
2. Steuer- und Sozialabgabenvorteile können den eigenen Nettoaufwand während der Ansparphase reduzieren. Entscheidend ist jedoch, was nach Kosten langfristig tatsächlich beim Arbeitnehmer ankommt.
3. Ob eine bAV sinnvoll ist, hängt von der individuellen Situation ab. Deshalb betrachten wir nicht nur die Förderung, sondern das gesamte Konzept von heute bis zur späteren Auszahlung.
Wie funktioniert eine betriebliche Altersvorsorge?
Bei der bAV wird über den Arbeitgeber zusätzliches Kapital für die Altersvorsorge aufgebaut. Eine häufige Variante ist die sogenannte Entgeltumwandlung. Dabei wird ein Teil deines Bruttogehalts nicht an dich ausgezahlt, sondern direkt für deine betriebliche Altersvorsorge verwendet. Innerhalb der jeweils geltenden gesetzlichen Grenzen können dadurch während der Ansparphase Steuern und teilweise Sozialabgaben reduziert werden. Zusätzlich kann sich dein Arbeitgeber an deiner Altersvorsorge beteiligen. Genau hier liegt einer der großen Unterschiede zu vielen anderen Formen der Altersvorsorge: Du musst den späteren Vorsorgebeitrag unter Umständen nicht vollständig aus deinem eigenen Nettoeinkommen finanzieren. Allerdings bedeutet das nicht automatisch, dass jede bAV ein gutes Investment ist. Denn entscheidend ist nicht nur, was heute vom Bruttogehalt eingezahlt wird. Entscheidend ist, was langfristig daraus wird.
Für wen kann sich eine bAV besonders lohnen?
Eine bAV kann für viele Arbeitnehmer interessant sein – wie attraktiv sie tatsächlich ist, hängt aber stark von den Rahmenbedingungen ab. Besonders interessant kann sie sein, wenn dein Arbeitgeber einen attraktiven Zuschuss leistet. Denn vereinfacht gesagt fließen dann nicht nur deine eigenen Beiträge in die Altersvorsorge, sondern zusätzliches Geld deines Arbeitgebers. Auch ein langer Anlagehorizont kann von Vorteil sein. Wer noch viele Jahre bis zum Ruhestand hat, gibt seinem Vorsorgekapital entsprechend mehr Zeit, sich zu entwickeln. Darüber hinaus können Arbeitnehmer profitieren, die aufgrund ihrer Einkommenssituation eine relevante steuerliche beziehungsweise sozialversicherungsrechtliche Entlastung während der Ansparphase erhalten. Wir würden eine bAV aber niemals allein aufgrund von Alter, Einkommen oder Steuerklasse empfehlen. Die bessere Frage lautet: Wie viel kostet dich die bAV tatsächlich netto – und welchen Gegenwert bekommst du langfristig dafür?
Warum der Arbeitgeberzuschuss so wichtig ist
Der Arbeitgeberzuschuss kann einen erheblichen Einfluss darauf haben, wie attraktiv eine bAV für dich ist. Bei bestimmten Formen der Entgeltumwandlung ist der Arbeitgeber unter den gesetzlichen Voraussetzungen verpflichtet, einen Zuschuss zu leisten, soweit er durch die Entgeltumwandlung Sozialversicherungsbeiträge einspart. Manche Arbeitgeber gehen jedoch deutlich darüber hinaus. Und genau das kann einen großen Unterschied machen. Statt mit pauschalen Musterrechnungen zu arbeiten, betrachten wir deshalb lieber das Verhältnis zwischen deinem tatsächlichen Nettoaufwand und dem Betrag, der insgesamt für dich investiert wird. Ein vereinfachtes Beispiel: Angenommen, du möchtest einen bestimmten Betrag für deine Altersvorsorge zurücklegen. Bei einer privaten Vorsorge muss dieser Betrag grundsätzlich aus deinem bereits versteuerten Nettoeinkommen kommen. Bei einer bAV kann ein höherer Betrag in den Vertrag fließen, obwohl dein verfügbares Nettoeinkommen um einen geringeren Betrag sinkt. Der Grund dafür können Steuer- und Sozialabgabeneffekte sowie ein zusätzlicher Arbeitgeberzuschuss sein. Wie groß dieser Unterschied tatsächlich ist, lässt sich aber nicht sinnvoll mit einer pauschalen Zahl beantworten. Er hängt unter anderem von Einkommen, Beitragshöhe, Sozialversicherung, persönlicher Steuersituation und Arbeitgeberzuschuss ab. Deshalb rechnen wir die tatsächliche Situation individuell.
Sind Steuervorteile der wichtigste Grund für eine bAV?
Nein. Eine Steuerersparnis allein macht noch keine gute Altersvorsorge. Natürlich kann die steuerliche Behandlung während der Ansparphase attraktiv sein. Ein Teil des Einkommens wird heute nicht ausgezahlt, sondern innerhalb der gesetzlichen Grenzen steuerbegünstigt in die Altersvorsorge investiert. Aber damit ist die Rechnung noch nicht beendet. Denn eine seriöse Betrachtung muss mindestens zwei Zeitpunkte berücksichtigen: Was kostet mich die Vorsorge heute? Und: Was kommt später tatsächlich bei mir an? Leistungen aus einer bAV sind im Alter grundsätzlich steuerlich zu berücksichtigen. Je nach persönlicher Situation können außerdem Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung relevant werden. Gleichzeitig kann die Entgeltumwandlung Auswirkungen auf Ansprüche aus der gesetzlichen Sozialversicherung haben. Deshalb halten wir wenig davon, eine bAV lediglich mit dem Satz zu verkaufen: „Du sparst heute Steuern.“ Das ist nur ein Teil der Rechnung. Wir wollen wissen, ob das Gesamtkonzept langfristig sinnvoll ist.
Warum Kosten und Anlagekonzept entscheidend sind
Zwei bAV-Verträge mit dem gleichen monatlichen Beitrag können langfristig völlig unterschiedliche Ergebnisse erzielen. Das liegt unter anderem daran, dass sich Verträge hinsichtlich Kosten, Garantien, Kapitalanlage, Renditechancen und Flexibilität unterscheiden können. Gerade bei langen Laufzeiten können Unterschiede bei Kosten und Kapitalanlage erhebliche Auswirkungen auf das spätere Ergebnis haben. Deshalb schauen wir uns bei einer bAV nicht nur den Beitrag an. Wir prüfen unter anderem:
- Wie hoch ist der Arbeitgeberzuschuss?
- Wie hoch ist dein tatsächlicher Nettoaufwand?
- Welche Kosten entstehen?
- Wie wird das Kapital angelegt?
- Welche Garantien gibt es?
- Welche Renditechancen bestehen?
- Welche Möglichkeiten hast du bei Veränderungen deiner Lebenssituation?
- Und was passiert voraussichtlich bei der späteren Auszahlung?
Für wen kann eine bAV weniger interessant sein?
Eine bAV ist nicht automatisch für jeden Arbeitnehmer die beste Form der Altersvorsorge. Ein Beispiel ist eine sehr geringe Arbeitgeberbeteiligung in Kombination mit einem teuren oder wenig attraktiven Vertrag. Auch wer maximale Flexibilität benötigt, sollte genauer hinschauen. Eine bAV ist an bestimmte gesetzliche und vertragliche Rahmenbedingungen gebunden. Das Kapital steht deshalb nicht so flexibel zur Verfügung wie beispielsweise Geld auf einem Tagesgeldkonto oder in einem frei verfügbaren Depot. Auch häufige Arbeitgeberwechsel oder eine absehbare Veränderung der beruflichen Situation sollten bei der Entscheidung berücksichtigt werden. Das bedeutet nicht automatisch, dass eine bAV dann ungeeignet ist. Es bedeutet lediglich: Die Vorteile müssen groß genug sein, um die jeweiligen Einschränkungen zu rechtfertigen.
Genau das prüfen wir vor einer Empfehlung.
Was passiert bei einem Arbeitgeberwechsel?
Ein Arbeitgeberwechsel bedeutet grundsätzlich nicht, dass das bereits aufgebaute Vorsorgekapital verloren geht.
Was mit einer bestehenden bAV konkret möglich ist, hängt allerdings vom Vertrag und der jeweiligen Situation ab.
Je nach Gestaltung kann ein bestehender Vertrag beispielsweise beim neuen Arbeitgeber fortgeführt, übertragen, beitragsfrei gestellt oder unter bestimmten Voraussetzungen anders weitergeführt werden.
Deshalb sollte bei einem Jobwechsel nicht vorschnell ein neuer Vertrag abgeschlossen oder ein bestehender Vertrag verändert werden.
Wir prüfen zunächst:
Was besteht bereits?
Welche Konditionen hat der Vertrag?
Welche Möglichkeiten bietet der neue Arbeitgeber?
Und welche Variante ist wirtschaftlich sinnvoll?
Erst danach sollte entschieden werden.
Für wen kann eine bAV weniger interessant sein?
Genau das prüfen wir vor einer Empfehlung.
Ein Arbeitgeberwechsel bedeutet grundsätzlich nicht, dass das bereits aufgebaute Vorsorgekapital verloren geht. Was mit einer bestehenden bAV konkret möglich ist, hängt allerdings vom Vertrag und der jeweiligen Situation ab. Je nach Gestaltung kann ein bestehender Vertrag beispielsweise beim neuen Arbeitgeber fortgeführt, übertragen, beitragsfrei gestellt oder unter bestimmten Voraussetzungen anders weitergeführt werden. Deshalb sollte bei einem Jobwechsel nicht vorschnell ein neuer Vertrag abgeschlossen oder ein bestehender Vertrag verändert werden. Wir prüfen zunächst:
- Was besteht bereits?
- Welche Konditionen hat der Vertrag?
- Welche Möglichkeiten bietet der neue Arbeitgeber?
- Und welche Variante ist wirtschaftlich sinnvoll?
Erst danach sollte entschieden werden.
Eine bAV ist nicht automatisch für jeden Arbeitnehmer die beste Form der Altersvorsorge. Ein Beispiel ist eine sehr geringe Arbeitgeberbeteiligung in Kombination mit einem teuren oder wenig attraktiven Vertrag. Auch wer maximale Flexibilität benötigt, sollte genauer hinschauen. Eine bAV ist an bestimmte gesetzliche und vertragliche Rahmenbedingungen gebunden. Das Kapital steht deshalb nicht so flexibel zur Verfügung wie beispielsweise Geld auf einem Tagesgeldkonto oder in einem frei verfügbaren Depot. Auch häufige Arbeitgeberwechsel oder eine absehbare Veränderung der beruflichen Situation sollten bei der Entscheidung berücksichtigt werden. Das bedeutet nicht automatisch, dass eine bAV dann ungeeignet ist. Es bedeutet lediglich: Die Vorteile müssen groß genug sein, um die jeweiligen Einschränkungen zu rechtfertigen.
Lohnt sich eine bestehende bAV noch?
Ein bestehender Vertrag sollte nicht allein deshalb weitergeführt werden, weil er schon viele Jahre besteht. Er sollte aber genauso wenig vorschnell gekündigt oder ersetzt werden.
Gerade bei älteren Verträgen können besondere Garantien oder Vertragsbedingungen vorhanden sein, die heute möglicherweise nicht mehr angeboten werden. Auf der anderen Seite gibt es auch Verträge, bei denen Kosten, Kapitalanlage oder Arbeitgeberzuschuss nicht optimal gestaltet sind. Deshalb analysieren wir bestehende Verträge immer zuerst. Wir betrachten beispielsweise:
- bisher aufgebautes Kapital,
- Garantien und Vertragsbedingungen,
- Kostenstruktur,
- aktuelle und zukünftige Beiträge,
- Arbeitgeberzuschuss,
- Kapitalanlage,
- mögliche Leistungen im Alter,
- steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Rahmenbedingungen,
- Möglichkeiten bei einem Arbeitgeberwechsel.
Danach lässt sich deutlich besser beurteilen, ob der bestehende Weg sinnvoll ist oder Optimierungsbedarf besteht.
bAV oder private Altersvorsorge – was ist besser?
Eine betriebliche Altersvorsorge und eine private Altersvorsorge haben unterschiedliche Eigenschaften. Die bAV kann insbesondere durch Arbeitgeberzuschüsse sowie steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Vorteile während der Ansparphase attraktiv sein. Eine private Vorsorge kann dafür je nach Gestaltung mehr Flexibilität und andere Möglichkeiten bei der Kapitalanlage oder späteren Verwendung bieten. Deshalb betrachten wir Altersvorsorge nicht nach dem Prinzip:
„Welches Produkt ist das beste?“
Sondern:
„Welche Kombination passt am besten zu deinem Leben?“
Für einen Arbeitnehmer kann beispielsweise eine attraktive arbeitgebergeförderte bAV einen sinnvollen Grundbaustein darstellen und durch eine flexible private Vorsorge ergänzt werden. Bei einem anderen Arbeitnehmer kann die Rechnung wiederum anders aussehen. Das entscheidet nicht das Produkt. Das entscheidet die persönliche Situation.
Welche Rolle spielen Einkommen und Steuerklasse?
Einkommen und persönliche Steuersituation beeinflussen den Nettoaufwand einer bAV – sie entscheiden aber nicht allein darüber, ob sich der Vertrag lohnt.
Wie stark sich eine Entgeltumwandlung auf dein Nettogehalt auswirkt, hängt von verschiedenen individuellen Faktoren ab. Deshalb halten wir pauschale Tabellen nach dem Muster „3.000 Euro brutto = 120 Euro Ersparnis“ für wenig hilfreich. Zwei Arbeitnehmer mit ähnlichem Einkommen können unterschiedliche Ergebnisse haben. Wir rechnen deshalb nicht mit pauschalen Steuerklassen-Beispielen, sondern mit deinen tatsächlichen Daten. So lässt sich nachvollziehen: Wie viel fließt insgesamt in deine Altersvorsorge und wie hoch ist dein tatsächlicher eigener Nettoaufwand? Diese Zahl ist für die Bewertung wesentlich aussagekräftiger.
Können Selbstständige eine bAV nutzen?
Die klassische bAV richtet sich grundsätzlich an Arbeitnehmer und entsteht über das Arbeitsverhältnis.
Bei Selbstständigen hängt die Situation davon ab, in welcher rechtlichen und beruflichen Konstellation sie tätig sind. Insbesondere bei Gesellschafter-Geschäftsführern oder Personen, die gleichzeitig in einem Beschäftigungsverhältnis stehen, können gesonderte Möglichkeiten bestehen. Für rein Selbstständige kommen dagegen andere Formen der Altersvorsorge infrage. Deshalb sollte hier immer die konkrete berufliche und gesellschaftsrechtliche Situation betrachtet werden.
Wie wirkt sich die bAV auf die spätere Rente aus?
Die bAV soll eine zusätzliche Versorgung neben der gesetzlichen Rente aufbauen.
Während des Berufslebens wird Kapital beziehungsweise ein Versorgungsanspruch aufgebaut, aus dem später Leistungen entstehen können. Wie hoch diese ausfallen, hängt unter anderem von Beiträgen, Laufzeit, Arbeitgeberzuschuss, Kosten, Kapitalanlage und Vertragsgestaltung ab. Gleichzeitig muss berücksichtigt werden, dass Leistungen aus der bAV im Alter grundsätzlich steuerlich relevant sind und abhängig von der persönlichen Situation Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung entstehen können. Eine weitere Besonderheit: Wer durch Entgeltumwandlung weniger sozialversicherungspflichtiges Brutto hat, kann dadurch auch geringere Ansprüche innerhalb bestimmter Sozialversicherungssysteme aufbauen. Deshalb vergleichen wir nicht einfach: „100 Euro einzahlen und später X Euro bekommen.“ Wir betrachten möglichst die gesamte wirtschaftliche Wirkung.
Unser Vorgehen: Wie prüfen wir, ob sich deine bAV lohnt?
Wir starten nicht mit einem Produkt. Wir starten mit deiner Situation. Im ersten Schritt schauen wir uns an, was bereits vorhanden ist.
- Hast du bereits eine bAV?
- Wie hoch ist dein Arbeitgeberzuschuss?
- Welche Möglichkeiten bietet dein Arbeitgeber?
- Wie viel möchtest du selbst für deine Altersvorsorge investieren?
- Welche weiteren Vorsorgebausteine bestehen bereits?
- Und wie wichtig sind dir beispielsweise Flexibilität, Sicherheit und Renditechancen?
Danach betrachten wir die wirtschaftliche Seite. Wir stellen deinen tatsächlichen Nettoaufwand dem gesamten Beitrag gegenüber, analysieren Arbeitgeberzuschuss, steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Auswirkungen und betrachten die Kosten und Anlage des Vertrages.
Erst danach geht es um die konkrete Lösung. Denn unser Ziel ist nicht, dir irgendeine bAV zu vermitteln. Unser Ziel ist herauszufinden, ob eine bAV für dich sinnvoll ist – und wenn ja, wie sie in deine gesamte Altersvorsorgestrategie passen sollte.
Für wen ist unsere bAV-Beratung interessant?
Unsere Beratung ist insbesondere für Arbeitnehmer interessant, die nicht einfach irgendeinen Vertrag abschließen möchten, sondern verstehen wollen, ob und wie sie die Möglichkeiten ihres Arbeitgebers sinnvoll nutzen können. Besonders sinnvoll kann eine Prüfung sein, wenn:
- dein Arbeitgeber eine bAV anbietet,
- dein Arbeitgeber einen Zuschuss leistet,
- du bereits eine bAV besitzt und nicht weißt, ob sie noch zu dir passt,
- du deinen Eigenbeitrag erhöhen möchtest,
- du den Arbeitgeber wechselst,
- sich dein Einkommen deutlich verändert hat,
- du deine Altersvorsorge insgesamt strukturieren möchtest,
- du wissen möchtest, wie viel dich deine bAV tatsächlich netto kostet,
- du wissen möchtest, wie dein Geld innerhalb der bAV angelegt wird.
Wenn du lediglich nach der höchsten kurzfristigen Steuerersparnis suchst, greift unsere Betrachtung dagegen zu kurz.
Uns interessiert nicht nur, was du heute sparst.
Uns interessiert vor allem, was langfristig für dich daraus entsteht.
FAQ: Die wichtigsten Fragen zur bAV
Für wen lohnt sich die betriebliche Altersvorsorge besonders?
Besonders interessant kann eine bAV für Arbeitnehmer sein, deren Arbeitgeber sich attraktiv an den Beiträgen beteiligt und die langfristig zusätzlich für das Alter vorsorgen möchten.
Ob sie sich tatsächlich lohnt, hängt jedoch auch von Kosten, Vertragsgestaltung, Kapitalanlage, Laufzeit und persönlicher Situation ab.
Kann ein Berufseinsteiger von der bAV profitieren?
Ja, grundsätzlich kann ein langer Anlagehorizont vorteilhaft sein.
Ist ein hoher Arbeitgeberzuschuss wichtig?
Ja. Der Arbeitgeberzuschuss ist einer der zentralen Faktoren bei der wirtschaftlichen Bewertung einer bAV.
Je höher die Beteiligung des Arbeitgebers, desto weniger muss der Arbeitnehmer im Verhältnis zum insgesamt investierten Betrag selbst aufbringen.
Was passiert mit meiner bAV bei einem Jobwechsel?
Die erworbenen Ansprüche verschwinden nicht einfach.
Welche Möglichkeiten zur Übertragung, Fortführung oder Beitragsfreistellung bestehen, hängt vom konkreten Vertrag und der Situation beim neuen Arbeitgeber ab.
Deshalb sollte eine bestehende bAV bei einem Arbeitgeberwechsel individuell geprüft werden.
Sind Auszahlungen aus der bAV steuerfrei?
Nein. Leistungen aus einer bAV sind grundsätzlich steuerlich zu berücksichtigen.
Zusätzlich können je nach persönlicher Situation Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung relevant werden.
Sollte ich eine alte bAV kündigen?
Nicht ohne vorherige Prüfung.
Gerade ältere Verträge können Garantien oder Konditionen enthalten, die heute wertvoll sein können. Eine vorschnelle Kündigung oder ein Wechsel kann deshalb Nachteile verursachen.
Ist die bAV besser als ein ETF-Sparplan?
Das lässt sich pauschal nicht seriös beantworten.
Bei einer bAV können Arbeitgeberzuschüsse sowie steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Vorteile eine wichtige Rolle spielen. Ein frei geführtes Depot bietet dagegen andere Eigenschaften hinsichtlich Flexibilität und Verfügbarkeit.
Entscheidend ist deshalb ein Vergleich der konkreten Möglichkeiten und nicht nur der Produktnamen.
Wie viel sollte ich monatlich in eine bAV einzahlen?
Auch dafür gibt es keine sinnvolle Pauschalantwort.
Die Höhe sollte zu deinem Einkommen, deiner gesamten Altersvorsorge, deinem Arbeitgeberzuschuss, deiner Liquidität und deinen langfristigen Zielen passen.
Nicht der maximal mögliche Beitrag ist automatisch der beste Beitrag.
Übersicht: Was entscheidet darüber, ob sich eine bAV lohnt?
| Faktor | Warum er wichtig ist |
| Arbeitgeberzuschuss | Zusätzliches Kapital des Arbeitgebers kann die Attraktivität deutlich erhöhen |
| Nettoaufwand | Zeigt, was dich die Vorsorge heute tatsächlich kostet |
| Steuer & Sozialabgaben | Können die Belastung während der Ansparphase reduzieren |
| Kosten | Beeinflussen das langfristige Ergebnis |
| Kapitalanlage | Entscheidet wesentlich über Chancen und mögliche Entwicklung |
| Garantien | Können Sicherheit bieten, beeinflussen aber gegebenenfalls die Anlagegestaltung |
| Laufzeit | Eine lange Laufzeit kann für den Kapitalaufbau relevant sein |
| Flexibilität | Wichtig bei Jobwechseln und Veränderungen der Lebenssituation |
| Leistungsphase | Steuern sowie gegebenenfalls Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge berücksichtigen |
| Gesamtstrategie | Die bAV sollte zu weiteren Vorsorge- und Vermögensbausteinen passen |
Handlungsempfehlung
Eine betriebliche Altersvorsorge kann ein sehr interessanter Bestandteil deiner Altersvorsorge sein.
Aber nicht, weil „Steuern sparen“ automatisch bedeutet, dass ein Vertrag gut ist.
Wir würden eine bAV immer anhand des gesamten Systems beurteilen:
Was zahlst du selbst?
Was gibt dein Arbeitgeber dazu?
Wie hoch ist dein tatsächlicher Nettoaufwand?
Wie wird dein Geld investiert?
Welche Kosten entstehen?
Wie flexibel ist die Lösung?
Und was kommt langfristig voraussichtlich bei dir an?
Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, lässt sich sinnvoll beurteilen, ob eine bAV zu dir passt.
Praktische Checkliste
Praktische Checkliste: Wann solltest du deine bAV prüfen lassen?
- Dein Arbeitgeber bietet eine betriebliche Altersvorsorge an.
- Du kennst die Höhe deines Arbeitgeberzuschusses nicht genau.
- Du weißt nicht, wie hoch dein tatsächlicher Nettoaufwand ist.
- Du weißt nicht genau, wie dein vorhandener bAV-Vertrag dein Geld anlegt.
- Du besitzt bereits seit mehreren Jahren eine bAV und hast sie seitdem nicht überprüfen lassen.
- Du hast den Arbeitgeber gewechselt oder planst einen Wechsel.
- Dein Einkommen oder deine Lebenssituation hat sich verändert.
- Du möchtest wissen, ob bAV und private Altersvorsorge sinnvoll miteinander kombiniert werden können.
- Du möchtest nicht nur Steuern sparen, sondern langfristig ein sinnvolles Altersvorsorgekonzept aufbauen.
Wenn du dich in einem oder mehreren Punkten wiederfindest, können wir deine Situation gemeinsam prüfen.
bAV unverbindlich prüfen lassen
Im ersten Schritt schauen wir uns deine aktuelle Situation und – falls vorhanden – deinen bestehenden Vertrag an. Danach analysieren wir Arbeitgeberzuschuss, eigenen Nettoaufwand, Kosten, Kapitalanlage sowie die wesentlichen steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Rahmenbedingungen. Erst dann beurteilen wir, ob deine bestehende bAV bereits sinnvoll aufgestellt ist, optimiert werden sollte oder eine andere Strategie besser zu deinen Zielen passt. Denn am Ende geht es nicht darum, irgendeine betriebliche Altersvorsorge zu haben. Es geht darum, eine Altersvorsorge zu haben, bei der du verstehst, warum sie zu dir und deiner langfristigen Strategie passt.
22. September | 11:37 Uhr | Altersvorsorge


