Ver­mö­gens­auf­bau in Deutsch­land Leit­fa­den für finan­zi­el­le Frei­heit

Ein älterer Mann sitzt nachdenklich auf dem Bett und überprüft seine Finanzunterlagen. | © Getty Images
Ver­mö­gens­auf­bau in Deutsch­land, Dein Leit­fa­den zur finan­zi­el­len Frei­heit

Geld ist in Deutsch­land oft ein Tabu­the­ma. Über das Gehalt spricht man nicht, über das Erspar­te schon gar nicht. Doch genau die­ses Schwei­gen führt dazu, dass vie­le Men­schen enor­me Chan­cen ver­pas­sen. Deutsch­land ist ein wirt­schaft­li­ches Kraft­pa­ket, aber wenn es um das pri­va­te Ver­mö­gen der ganz nor­ma­len Bür­ger geht, blei­ben wir oft weit hin­ter unse­ren Mög­lich­kei­ten zurück.

In die­sem Arti­kel schau­en wir uns an, wie das Geld in Deutsch­land wirk­lich ver­teilt ist, wel­chen Ein­fluss dein Beruf auf dei­nen Kon­to­stand hat und war­um unse­re euro­päi­schen Nach­barn oft ein dicke­res finan­zi­el­les Pols­ter haben als wir. Vor allem aber zei­gen wir dir, wie du selbst die Zügel in die Hand neh­men kannst, um dein eige­nes Ver­mö­gen auf­zu­bau­en.

1. Wie reich ist Deutsch­land wirk­lich und wo stehst du?

Stell dir das gesam­te pri­va­te Ver­mö­gen in Deutsch­land wie eine rie­si­ge Piz­za vor. Wenn wir die Bevöl­ke­rung in zehn gleich gro­ße Grup­pen auf­tei­len, dann isst die obers­te Grup­pe – also die reichs­ten zehn Pro­zent – gut 61 Pro­zent der gesam­ten Piz­za ganz allei­ne auf. Für die gesam­te unte­re Hälf­te der Bevöl­ke­rung blei­ben am Ende nur rund 2,3 Pro­zent übrig.

Wie kommt es zu die­ser Sche­re? Der Haupt­grund lau­tet: Erb­schaf­ten. Mehr als die Hälf­te des gesam­ten pri­va­ten Ver­mö­gens in Deutsch­land wur­de nicht selbst zusam­men­ge­spart, son­dern ver­erbt oder ver­schenkt. Wer also nicht das Glück hat, in eine wohl­ha­ben­de Fami­lie hin­ein­ge­bo­ren zu wer­den, muss sein Ver­mö­gen von null an selbst auf­bau­en.

Oft wird in die­sem Zusam­men­hang von der “Mit­tel­schicht” gespro­chen. Doch ab wann gehört man eigent­lich dazu oder gilt sogar als reich? Das Insti­tut der deut­schen Wirt­schaft (IW) hat dies genau berech­net: Ein Sin­gle gehört zur Mit­tel­schicht, wenn er min­des­tens 1.850 Euro net­to im Monat zur Ver­fü­gung hat. Für eine vier­köp­fi­ge Fami­lie liegt die­se Gren­ze bei 3.880 Euro. Ab 5.780 Euro net­to im Monat zählt ein Sin­gle bereits zu den ein­kom­mens­reichs­ten vier Pro­zent in Deutsch­land, also zur Ober­schicht. Die Rea­li­tät zeigt jedoch, dass die Mit­tel­schicht in Deutsch­land schrumpft und der Auf­stieg schwe­rer wird.

2. Dein Job als Start­schuss: Wer ver­dient wie viel?

Wie viel Geld du am Ende des Monats spa­ren kannst, hängt vor allem von dei­nem Ein­kom­men ab. Und die­ses wird nicht nur von dei­ner Berufs­wahl, son­dern auch von dei­ner Aus­bil­dung und Bran­che geprägt.

Das Brut­to­me­dian­ge­halt in Deutsch­land lag zuletzt bei rund 53.900 Euro pro Jahr. Zwi­schen den Beru­fen gibt es dabei deut­li­che Unter­schie­de: Ärz­te lie­gen mit durch­schnitt­lich etwa 105.500 Euro pro Jahr an der Spit­ze, gefolgt von Inge­nieu­ren mit rund 75.000 Euro. IT-Spe­zia­lis­ten und Füh­rungs­kräf­te kom­men im Schnitt auf etwa 66.750 Euro. Am unte­ren Ende der Ska­la lie­gen Beru­fe in der Lebens­mit­tel­pro­duk­ti­on mit rund 46.500 Euro sowie Tätig­kei­ten im Hand­werk und Ver­kauf mit etwa 48.750 Euro.

Auch Bil­dung macht sich beim Ein­kom­men bemerk­bar. Aka­de­mi­ker erzie­len im Medi­an deut­lich höhe­re Ein­kom­men als Beschäf­tig­te ohne Hoch­schul­ab­schluss. Dein Beruf, dei­ne Qua­li­fi­ka­ti­on und dei­ne Bran­che beein­flus­sen damit dei­ne finan­zi­el­len Mög­lich­kei­ten von Anfang an spür­bar.

3. War­um unse­re EU-Nach­barn oft rei­cher sind

Obwohl Deutsch­land die größ­te Wirt­schaft in Euro­pa hat, lan­den wir beim The­ma Pri­vat­ver­mö­gen oft nur im Mit­tel­feld. Im Schnitt besit­zen die Deut­schen ein Ver­mö­gen von 257.000 US-Dol­lar – Platz 19 im welt­wei­ten Ver­gleich. In der Schweiz sind es zum Bei­spiel 687.000 Dol­lar.

Dafür gibt es vor allem zwei hand­fes­te Grün­de:

Grund 1: Die Angst vor der Bör­se Fast 37 Pro­zent des deut­schen Gel­des liegt als Bar­geld her­um oder schlum­mert auf Giro­kon­ten, wo es prak­tisch kei­ne Zin­sen gibt. Nur etwa jeder sechs­te Deut­sche besitzt Akti­en oder Fonds. Weil die meis­ten Men­schen den Akti­en­markt mei­den, ent­ge­hen uns jedes Jahr Mil­li­ar­den an poten­zi­el­len Gewin­nen.

Grund 2: Wir sind ein Volk von Mie­tern Nur etwa 45 Pro­zent der deut­schen Haus­hal­te woh­nen in den eige­nen vier Wän­den – ein abso­lu­ter Tiefst­wert im inter­na­tio­na­len Ver­gleich. Die Ursa­chen lie­gen oft in der Poli­tik: Die Grund­er­werb­steu­er liegt bei uns bei rund 5 Pro­zent, wäh­rend sie in den USA im Schnitt nur 0,33 Pro­zent beträgt. Das macht den Eigen­tums­er­werb in Deutsch­land extrem teu­er.

Grund 3: Das ach­te Welt­wun­der: Der Zin­ses­zins­ef­fekt

Wenn du ver­ste­hen willst, wie ganz nor­ma­le Men­schen ein Ver­mö­gen auf­bau­en, musst du ein Prin­zip ver­in­ner­li­chen: den Zin­ses­zins­ef­fekt. Anstatt dir Zin­sen aus­zah­len zu las­sen, lässt du sie bei dei­nem Erspar­ten lie­gen. Im nächs­ten Jahr bekommst du dann Zin­sen auf dein ursprüng­lich ein­ge­zahl­tes Geld und zusätz­lich Zin­sen auf die Zin­sen vom Vor­jahr.

Dadurch ent­steht ein Schnee­ball­ef­fekt, der dein Geld nicht mehr auf einer gera­den Linie, son­dern steil nach oben wach­sen lässt.

Ein Rechen­bei­spiel: Lau­ra und Tim spa­ren bei­de 100 Euro im Monat bei 5 Pro­zent Ren­di­te.

  • Tim fängt spät an und spart 20 Jah­re lang (24.000 Euro Ein­zah­lung). Am Ende hat er rund 40.700 Euro.
  • Lau­ra fängt frü­her an und spart 40 Jah­re lang (48.000 Euro Ein­zah­lung). Sie hat am Ende sagen­haf­te 148.800 Euro auf dem Kon­to.

Obwohl Lau­ra nur dop­pelt so viel eige­nes Geld ein­ge­zahlt hat, ist ihr End­ver­mö­gen fast drei­mal so hoch. Das Geheim­nis ist nicht, extrem viel Geld zu ver­die­nen. Das Geheim­nis ist, früh anzu­fan­gen und das Geld gedul­dig für sich arbei­ten zu las­sen.

4. 5 Mythen, die dich dein Geld kos­ten

Räu­men wir kurz mit den größ­ten Fehl­an­nah­men auf, die den Ver­mö­gens­auf­bau sabo­tie­ren:

Mythos 1: “Mein Geld liegt sicher auf dem Giro­kon­to.”

Wer Angst vor Kurs­schwan­kun­gen hat, über­sieht die Infla­ti­on. Wenn dein Geld auf dem Kon­to kaum Zin­sen bringt, das Leben aber jedes Jahr teu­rer wird, ver­liert dein Erspar­tes per­ma­nent an Kauf­kraft. Wich­tig ist die Real­ren­di­te – also der Gewinn nach Abzug der Infla­ti­on.

Mythos 2: “Finan­zen ent­schei­de ich rein logisch.”

Die Ver­hal­tens­öko­no­mie (Beha­vi­oral Finan­ce) beweist das Gegen­teil. Men­schen ent­schei­den bei Geld­the­men oft hoch­gra­dig emo­tio­nal. Ver­lus­te schmer­zen uns psy­cho­lo­gisch dop­pelt so stark, wie Gewin­ne uns erfreu­en. Des­halb gera­ten Leu­te oft in Panik und tref­fen fal­sche und unvor­teil­haf­te Anla­ge­ent­schei­dun­gen.

Mythos 3: “Akti­en sind rei­ne Zocke­rei und viel zu ris­kant.”

Wenn das Wort “Bör­se” fällt, den­ken vie­le sofort an ein Casi­no. Das Ergeb­nis: Nur etwa jeder sechs­te Deut­sche traut sich über­haupt an Akti­en oder Fonds her­an. Der Rest parkt sein Geld lie­ber auf zins­lo­sen Kon­ten oder in schwa­chen Ver­si­che­run­gen. Dabei ent­ge­hen uns so Jahr für Jahr Mil­li­ar­den an Wert­zu­wachs. Die Wahr­heit ist: Wer sein Geld welt­weit in Tau­sen­de Unter­neh­men streut (zum Bei­spiel über ETFs) und Geduld mit­bringt, zockt nicht. Die Ver­gan­gen­heit hat gezeigt, dass breit auf­ge­stell­te Port­fo­li­os auf Sicht von zehn oder mehr Jah­ren fast immer im Plus lagen.

Mythos 4: “Um reich zu wer­den, muss ich wahn­sin­nig viel ver­die­nen.”

Ein Spit­zen­ge­halt ist natür­lich nett, aber für den Ver­mö­gens­auf­bau nicht zwin­gend nötig. Dein aller­bes­ter Freund ist näm­lich die Zeit, gepaart mit dem Zin­ses­zins­ef­fekt. Wenn du dei­ne Erträ­ge nicht aus­gibst, son­dern wie­der anlegst, ent­steht ein Schnee­ball­ef­fekt: Dein Geld wächst nicht mehr auf einer gera­den Linie, son­dern die Kur­ve geht immer stei­ler nach oben. Ein Rechen­bei­spiel: Wer mit 25 Jah­ren anfängt und 40 Jah­re lang spart, muss monat­lich nur rund 67 Euro (bei 5 Pro­zent Ren­di­te) inves­tie­ren, um am Ende 100.000 Euro zu haben. Wer erst mit 45 star­tet, muss für das glei­che Ziel schon 245 Euro im Monat abstot­tern. Regel­mä­ßi­ges, frü­hes Spa­ren schlägt also ein extrem hohes Gehalt.

Mythos 5: “Nur ein eige­nes Haus ist eine rich­ti­ge Alters­vor­sor­ge.”

Die Deut­schen sind ein Volk von Mie­tern. Nur etwa 45 Pro­zent der Haus­hal­te leben in den eige­nen vier Wän­den – das ist einer der nied­rigs­ten Wer­te in der gesam­ten west­li­chen Welt. Der Weg zum Eigen­heim wird uns durch hohe Grund­er­werb­steu­ern von teils über 5 Pro­zent auch beson­ders schwer gemacht. Das Gute ist aber: Du brauchst nicht zwin­gend “Beton­gold”, um im Alter gut ver­sorgt zu sein. Wer kon­se­quent zur Mie­te wohnt, das gespar­te Geld für einen poten­zi­el­len Haus­kauf aber cle­ver und kos­ten­güns­tig am Kapi­tal­markt (etwa in ETFs) anlegt, kann sich ein genau­so star­kes, wenn nicht sogar fle­xi­ble­res Ver­mö­gens­pols­ter auf­bau­en.

5. War­um die Lorem Ipsum Finanz den Unter­schied für dich als Kun­de macht

Der Markt für Ver­si­che­run­gen, Alters­vor­sor­ge und Geld­an­la­gen ist unüber­sicht­lich. Der mit wich­tigs­te, ent­schei­den­de Punkt für dei­nen Erfolg ist die Unab­hän­gig­keit der Bera­tung. Ein tra­di­tio­nel­ler Ver­si­che­rungs­ver­tre­ter arbei­tet für eine ganz bestimm­te Gesell­schaft und darf dir nur deren Pro­duk­te anbie­ten. Genau hier kommt die Lorem Ipsum Finanz ins Spiel. Ein frei­er Finanz­mak­ler, wie er bei der Lorem Ipsum Finanz arbei­tet, steht hin­ge­gen immer auf der Sei­te des Kun­den. Er ver­gleicht den gesam­ten Markt und sucht genau das Kon­zept her­aus, das zu dei­nem Leben und dei­nem Gehalt passt. Ohne Bin­dun­gen an vor­ge­ge­be­ne Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men oder Ver­trä­ge.

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